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"Der letzte der feurigen Liebhaber" von Neil Simon, Regie: Ali Jalaly

"Barney ist ein anständiger Kerl. Er raucht nicht, trinkt selten und hat noch nicht einmal erhöhte Temperatur. Genau das aber ist das Problem des braven Ehemanns und treusorgenden Familienvaters: Ihm fehlt das Feuer in seinem unbewegt dahinplätschernden Leben. Barney sieht nur einen Ausweg aus seiner Misere und fasst den Plan, sich nach 23 Ehejahren erstmals in eine leidenschaftliche Affäre zu stürzen. Soweit die Theorie. Warum sich die Praxis weitaus schwieriger gestalten, zeigt Gerd Buurmann in der neuen Produktion des Ali Jalaly Ensemble. "Der letzte der feurigen Liebhaber", einer bissigen Komödie aus der Feder des renommierten New Yorker Dramatikers Neil Simon. Darin interpretiert Theaterchef Buurmann den hypernervösen Neurotiker mit viel Charme und Leidenschaft und schüttelt dabei angenehm unangestrengt sowohl Slapstick- als auch Revue-Einlagen locker aus dem Ärmel.

Regisseur Ali Jalaly inszeniert das Stück so temporeich, dass dem Zuschauer mitunter schwindelig wird. Eine zündende Pointe jagt die nächste, schreiend-komische Dialoge und reichlich Momente voller Situationskomik sorgen für eine wohlige Reizüberflutung. Das alles könnte kaum funktionieren, wenn die beiden Darsteller nicht so gut harmonieren würden. Bei Buurmann und Juliane Ledwoch aber stimmt die Chemie. Ledwoch beweist bei der Interpretation der drei grundverschiedenen Frauen, mit denen Barney eine heimliche Affäre in der Wohnung seiner pedantischen Mutter anstrebt, extreme Wandlungsfähigkeit. Die in die Jahre gekommene, heißblütige Society-Lady, das paranoide, talentfreie Möchtegern-Starlet oder die depressive Freundin der Ehefrau ? sie verkörpert alle Figuren mit viel Authentizität und Liebe zum Detail.

Doch so amüsant die Sinnsuche des sympathisch-überspannten Antihelden auch ist, auf leichte Unterhaltung an der Oberfläche beschränkt sich das Stück nie. Immer wieder blitzt der melancholische Grundton hervor, verursacht ein leichtes Frösteln und wirft eigene Fragen auf. Gibt es ihn, diesen einen Moment, von dem man für alle Tage zehren kann? So mancher wird sich wiederfinden in diesem Spießbürger, der auf der Suche nach dem Quäntchen "Mehr" im Leben aus seinem Idyll jenseits des Gartenzauns auszubrechen versucht und doch nicht aus seiner Haut kann."

Kölnische Rundschau, 02. September 2009

Neil Simons Komödie analysiert einen Klassiker moderner Beziehungskultur: den Seitensprung... Das Klischee vom "coolen" Seitensprung ziert sich spröde gegen Verwirklichung. Die Finger stinken nach Fisch, Liebeskatalysatoren wie etwa Zigaretten fehlen, man redet zu viel und aneinander vorbei. So kommt nichts zustande... Beherzter und solide inszenierter Boulevard.

Kölner Stadt-Anzeiger, 02. September 2009

Ali Jalaly inszenierte mehr als 30 Stücke auf Deutsch. Manche Stücke von ihm, wie "Barfuss nackt Herz in der Hand", mausern sich zum Dauerbrenner. In Ali Jalalys differenzierter Regie kommen die Geschichten ganz unmittelbar und mit einer bezaubernden Leichtigkeit und mit einfachen Mitteln zum Tragen. Er inszeniert mit viel Gespür für die leisen Töne. Jalaly lässt den Schauspielern sehr viel Raum, um die Charaktere lebendig werden zu lassen. Seine Inszenierungen leben vor allem von der ideenreichen Regie und der Leistung der Schauspieler. Die Premiere war ein einziger Erfolg.

Deutsche Welle, 09.09.2009

"Der letzte der feurigen Liebhaber" ist eine zündende Komödie mit nachdenklichen Zwischentönen, mal bissig, mal melancholisch, und zeigt den Menschen als stets nach Glück und Schönheit suchendes Wesen. Gerade dies macht die Komödie so umwerfend komisch in ihrer Gesellschaftskritik. Pulitzer Preisträger Neil Simon hat eine furiose Komödie auf höchstem Niveau geschaffen: mit Witz, Slapstick, Charme, brillanten Dialogen und verrückten Situationen. Mit "Der letzte der feurigen Liebhaber" hat Ali Jalaly wieder einmal einen Stoff für seinen bekannt bewährten Inszenierungsstil gefunden, in dem gesellschaftskritischer Anspruch und amüsante Unterhaltung einander nicht ausschließen, sondern als Einheit vorgestellt werden. Sind Komik und Tragik auch diesmal in Waage zu halten oder befinden sich beide zusammen auf einer Wippe?

Aus der Pressemitteilung

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