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INTERKULTURELLES
Viele Nationen, unterschiedliche
Kulturen eine Menschheit
Themen, die immer wieder in
Ali Jalalys Stücken und
Inszenierungen vorkommen, sind
Toleranz, die Chance auf ein
friedliches Zusammenleben und
vor allem der Dialog zwischen
den Kulturen. Allein in seinem
Stück Fremd wie Pfeffer
arbeitete Ali Jalaly mit Künstlern
aus 9 Nationen zusammen. Daraus
resultiert ein künstlerischer
Schwerpunkt in seiner vielseitigen
Arbeit.
... Autor und Regisseur
Ali Jalaly (im Iran ein Theaterstar,
mit Regiepreisen dort wie in
Deutschland bedacht) sucht mit
seinen Stücken und Inszenierungen
nach Verbindung der iranischen
und der europäischen Kultur
... Badische Zeitung
Folgende Produktionen sind
unter diesem Aspekt entstanden:
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Furcht
und Elend des 3. Reiches
von Bertold Brecht |
Regie: Vreneli Busmann
Bühne: Peter Busmann, Studiobühne
Köln
... eine iranisch-deutsche
Theaterproduktion, die Vorbildlichkeit
besitzt. Kölner
Stadt Anzeiger 17.11.1987
Regie: Vreneli Busmann
Comedia Colonia Köln, Thalia
Theater Hamburg, Landestheater
Neuss ...
"Vor 7 Jahren kam der Iraner
Ali Jalaly aus Teheran in die
Bundesrepublik. Was er als Ausländer
in seiner neuen Heimatstadt Köln
täglich erlebte, hat er Abend
für Abend sorgsam im Tagebuch
aufgeschrieben. Seine Aufzeichnungen,
angereichert mit Ereignissen aus
der Tagespresse, verdichtete Jalaly
nun zu einem Theaterstück.
Mit Komik, Show und Sketchen nahm
die deutsch-iranische Theatergruppe
Fremdenangst und auch zuckersüß
geheucheltes Verständnis
für die netten
Menschen aus einer noch ursprünglichen,
überhaupt nicht hektischen
Kultur aufs Korn ... "
Kölner Stadt Anzeiger
21.2.1991
... in der ausverkauften
Comedia Colonia riesiger Premierenbeifall
für die vier Darsteller (2
deutsche Schauspielerinnen und
2 iranische Schauspieler) und
das Regieteam. Express
21.02.1991
Buch und Regie: Ali Jalaly
An dieser Produktion wirkten Künstler-innen
aus 9 Ländern mit.
Dr. Ursula Christiansen:
Dezernentin für Soziales
und Gesundheit der Stadt Köln
Viele Nationen, unterschiedliche
Kulturen - eine Menschheit
Das Motto dieses Programmheftes
ist ebenso bildhaft wie präzise.
Denn in der Tat, Pfeffer wächst
hierzulande nicht und dennoch,
was wären wir ohne ihn. Die
Berührung mit dem Fremdem,
dem Anderen ist nie ohne Risiko
und mobilisiert - übrigens
auf beiden Seiten - Ängste.
Kulturelles Zusammenleben lernt
sich langsam, auch wenn die Unterschiede
gar nicht so groß sind.
Und erst recht sind Geduld und
Ausdauer angesagt, wenn sich die
Verhältnisse, wie es so schön
heißt, interkulturell gestalten.
Rat und Verwaltung der Stadt Köln
haben dafür Weichen gestellt.
Interkulturelles Zusammenleben
reift nicht über Nacht, sondern
ist ein Lernprozeß, der
für die Zukunftsaufgaben
der Stadt wegweisend ist und zu
dem es angesichts der wirtschaftlichen
und sozialen Globalisierung überhaupt
keine Alternative gäbe.
Köln setzt hier Akzente -
denn in dieser Stadt leben rd.
187.000 Menschen anderer kultureller
Herkunft - und weiß nur
zu gut, daß dies eine gemeinsame
Angelegenheit aller Mitgliedstaaten
der Europäischen Union sein
muß. Es ist deshalb zu begrüßen,
daß die Europäische
Union das Jahr 1997 zum "Europäischen
Jahr gegen Rassismus" erklärt
hat und zahlreiche Aktivitäten,
die den, Lernprozeß des
interkulturellen Zusammenlebens
vorantreiben, fördert.
Das in diesem Zusammenhang von
der Stadt Köln durchgeführte
Theaterprojekt "Fremd wie
Pfeffer' hätte trotzdem ohne'
die nachdrückliche Unterstützung
von in Köln ansässigen
Unternehmen nicht realisiert werden
können. Deshalb sei an dieser
Stelle auch allen anderen Beteiligten
für Ihr Engagement herzlich
gedankt.
Das Stück beschäftigt
sich mit vier Grundthemen, die
inhaltliche Grundlage für
die Lebensphilosophien verschiedenster
Kulturkreise sind: "SCHÖPFUNG,
LIEBE, KRIEG UND GLÜCK".
In diesem Theaterstück sind
diesbezüglich die Kinder
die Propheten. Diese kleinen Propheten
(naive Sprachkünstler in
einer bestimmten Phase ihres Lebens,
7-13 Jahre jung) erklären
uns die Welt aus ihrer einfachen,
klaren und liebevollen Sicht.
Ihre Begegnung mit dieser "fremden"
Welt ist voller Spannung und Freude.
Das Stück soll die Problematik
und den Witz des Begriffes "fremd"
dem Publikum näher bringen.
Es geht um die Angst vor allem
was fremd ist und die Freude,Fremdheit
in Vertrautheit umzuwandeln. Nur
so können die Themen Rassismus,
Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus
transparent gemacht werden. Europäische,
orientalische und afrikanische
Musik sowie Schauspieler aus den
verschiedensten Kulturkreisen
verschmelzen dieses Theaterstück
zu einer multikulturellen Darstellung
in der sich DER BEGRIFF "FREMD"
ZU EINEM GRUNDSTEIN UNSERER ZEIT
ERHEBT.
Regie: Ali Jalaly, Brotfabrik
Bonn
Bearbeitung und Regie: Ali Jalaly
Bearbeitung und Regie: Ali jalaly
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"Hafis:
Loblieder der Liebe"
Goethe und zeitgenössische
Lyrik aus dem Iran, Zentralbibliothek
Köln |
Poetischer Dialog begleitet von
klassischer iranischer Musik
Mit: Vreneli Busmann, Reza Nafei
Musik: Madjid Derakhshani
Eingerichtet von Ali Jalaly
Hafis lebte um 1320. Er zählt
zu den bedeutendsten Dichtern
der persischen Sprache und ist
bis heute ein lebendiger Bestandteil
der iranischen Kultur. Sein Diwan
gehört neben dem Koran zu
den meistzitierten Werken. Goethe
bewunderte die Meisterschaft seiner
Poesie und war fasziniert von
der gelungenen Verbindung von
Frömmigkeit und Sinnlichkeit.
Die Lektüre Hafiz inspirierte
ihn zum "West-Östliche
Diwan". Meine Absicht
ist dabei, auf heitere Weise den
Westen und Osten, das Vergangene
und Gegenwärtige, das Persische
und Deutsche zu verknüpfen
und beiderseitige Sitten und Denkarten
übereinander greifen zu lassen.
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Aus
dem Programmheft: Furcht
und Elend des 3. Reiches: |
Wir haben während der
Zusammenarbeit diskutiert, entwickelt,
uns auseinandergesetzt, wenn es
um scheinbare Gegensätze
ging. Wir haben nicht versucht,
die Unterschiede zu harmonisieren,
sondern sie entstehen zu lassen,
um wieder eine Gemeinsamkeit zu
finden.
Diese deutsch-iranische Zusammenarbeit
ist ein gelungenes Stück
Kulturarbeit, weil sich die Menschen
in ihrem Anderssein als Partner
begegnen konnten.
Wir haben von einander gelernt,
wir haben uns respektiert, wir
haben uns kritisiert und sind
zusammen gewachsen, im Üben
von Demokratie in der Theaterarbeit.
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