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INSZENIERUNGEN - SCHWEYK IM 2. WELTKRIEG

von Bertold Brecht, Comedia Colonia 1988

SCHWEYK IM ZWEITEN WELTKRIEG, Stück in acht Bildern von Bertold Brecht (1889-1950), entstanden 1941-1944, Uraufführung: Warschau, 15.1.1957, Theater der polnischen Armee; erschienen 1959. Brechts Beschäftigung mit dem Schweyk-Stoff reicht zurück ins Jahr 1927, als er zusammen mit Erwin Piscator, Felix Gasbara und Leo Lania den Roman "Die Abenteuer des braven Soldaten Schweyk während des Weltkrieges" von Jaroslav Hasek dramatisierte, den er als Werk von höchstem literarischen Range beurteilte. Im Vergleich zu dieser frühen Bearbeitung ist das 14 Jahre später in der amerikanischen Emigration entstandene Stück räumlich und dramaturgisch weitaus geschlossener.

Die ersten sieben Bilder sind im besetzten Prag lokalisiert; ihnen folgt kontrastierend das letzte, Schweyk in der winterlichen Wolgasteppe zeigende Bild. Das Nachspiel führt Schweyk mit Hitler zusammen.


" ... eine geschlossene und überzeugende Inszenierung ... Den Persern gelang, was in deutschen Inszenierungen selten zu sehen ist: ein entspannter aber distanzierter Umgang mit der Thematik des Dritten Reiches."
Frankfurter Rundschau 22.09.1988